Sonntag, 12. August 2012

Der Träumer wacht auf.

Wir können uns gar keine Stromknappheit leisten. Ohne die dauerhafte Videoüberwachung in der Innenstadt würden Gewalt und Diebstahl im Zentrum die Oberhand nehmen, gemäß des Gedankens dass meist nur Restriktionen vor Untaten schützen. Es gäbe einen massiven materiellen Verlust, geschweige denn Personenschaden. Die Versicherungsfirmen würden sich weigern, Leistungen zu zahlen, weil das so nicht abgemacht war. Die Krankenhäuser wären überfüllt. Die Krankenkassen überfordert. Viele würden aus Angst vor Verlust ihre Konten leer räumen. Ein Bankenfiasko stände an. Lebensmittelpreise würden explodieren. Es käme zu einem in Rage übergehenden Unverständnis in allen Bevölkerungsschichten. Die politischen Verantwortlichen müssten gehen und die Nachfolger hätten Probleme, den Mist ihrer Vorgänger glaubwürdig aufzuräumen. Es käme zu einem Umsturz und das neue System würde aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und sichergehen, dass niemals mehr die Videoüberwachung einen Schaden nimmt.

Dienstag, 7. August 2012

Im Regenbogen


Du lächelst wie der Halbmond.
Die Gezeiten und all
das interessieren dich nicht.
Fünfzehn reine Steingeschwader.
Hingeschlachtete Wale.
Man könnte meinen, du verweigerst
dich und und tanzt nur im verzerrten Regenbogen.
Du spielst mit Glas und verzierst die Welt mit Schmelzpegeln.
Graues Feuer wunderbar.
Hellrotes Feuer sichtbar fein.
Findest du im Schlaf soweit nicht
auch die Nacht verborgen weinen?
Ein Tiger streicht vorbei, satt ist er schon.
Voll Gram.

Irgendwann kam ein Mann zu dir.
Alt, das Leben noch in Rätseln.
Er erzählte dir von Silberfischen und
eingedellten Fahrzeugtüren.
Such beim Licht nie die Quelle. Sie verglüht dich nur.
Und du sagtest: Stirb, alter Mann!
Deine Zeit ist vorbei.

Einmal hast du angefangen zu arbeiten.
Ein Palast aus Spucke und Stofffetzen.
Du erhobst dich zum Bürgermeister und branntest
alles nieder.

Gestern gab es Buffet.
Heute nicht.